Entwicklungsstörung
Ohne auf die eigentliche Definition des Begriffes Entwicklungsstörung ein zu gehen möchte ich es hier in einem anderen Zusammenhang als Erklärungsversuch nutzen. Alle „Psychosomatischen Erkrankungen“ und ebenso die „Psychischen Störungen“ sind weniger als Krankheiten zu sehen sondern viel mehr als Entwicklungsstörungen. Ähnlich einer fehlerhaften Programmierung.
Wenn wir einmal den heutigen Stand des Wissens in diesen Bereichen außer acht lassen und von einer anderen Sicht von vorne beginnen so müssen wir den Menschen auch einmal aus einer anderen Sicht betrachten.
Es gibt viele Wissenschaftler die den Menschen mit einem besseren oder schlechteren Computer vergleichen. Lassen wir die Ernsthaftigkeit einmal außen vor, brauchen wir noch ein paar Punkte um ein eigenständiges neues Bild zu entwickeln.
Ein Mensch kommt als Baby auf die Welt und ist im großen und ganzen ein leerer Rechner der es im laufe seines Lebens programmiert wird und das hauptsächlich von außen. Gut, der Großteil der Daten wird intern verarbeitet, aber genau hier liegt der Fehler.
Ein Programmierer schreibt ein Programm, ist er damit fertig lässt er eben dieses neue Programm auf einem Rechner laufen um zu sehen ob es fehlerfrei funktioniert. Funktioniert alles gut, wenn nicht setzt er sich wieder daran und sucht nach den Fehlern bis er diese findet und das Programm läuft.
Bei Menschen schreibt die Welt in Form von Eltern, Verwandte, Schule, Ausbildung, Beruf das eigentliche Programm, sollte zumindest so sein. Allerdings arbeiten hier noch andere Programmierer mit, z.B.: das gesamte restliche soziale Umfeld, wie Freunde und Sportvereine, allerdings wirken auch die Medien in all ihren Facetten bei der Gestaltung des Programms mit.
Die jeweiligen hauptverantwortlichen Programmierer geben sich alle Mühe das wissen des Kindes so aus zu bauen, damit dieser „Computer“ wenn er erwachsen ist eigenständig und gut in diesem seinem Leben funktionieren kann, sich also im Leben behauptet.
Soweit alles schön und gut und bis zu einem gewissen Zeitpunkt in der menschlichen Entwicklungsgeschichte reichte das bestimmt auch aus.
Allerdings, in der heutigen Zeit nicht mehr. Es steht außer Frage das im Hier, Jetzt und Heute das wissen der Menschheit und die Vermittlung des selbigen sich vervielfacht hat im Gegensatz zu der Zeit vor noch hundert Jahren.
Allerdings haben sich auch andere Bereiche vervielfacht, wie der Zugriff auf dieses Wissen, die Geschwindigkeit der Aufnahme von Wissen, der Druck Wissen auf zu nehmen.
Ja, der Mensch hat sich auch in diesen hundert Jahren weiter entwickelt und kann dadurch dieses Wissen auch konsumieren, sortieren und anwenden.
Aber wir scheinen hier etwas in der Entwicklung des Menschen übersehen zu haben. Denn der Mensch ist dem Computer immer noch in einem Punkt voraus oder im Nachteil, je nach Blickwinkel. Ein Computer wird schneller gemacht, die Festplatte erweitert, damit er mit den immer umfangreicheren Programmen und und Informationen fertig wird. Es funktioniert!
Der Mensch nicht! Wir können ihm weder zusätzlichen Speicher einbauen noch zusätzliche Prozessoren. Die Folge ist also das in der Grundprogrammierung des Menschen sich immer häufiger Fehler einschleichen die das Programm im Menschen stören. Diese Störungen treten dann als „Psychische Störungen“ oder „Psychosomatische Erkrankungen“ auf.
Wieder einmal möchte ich darauf hinweisen, das es sich „NICHT“ um die Erkrankungen oder Störungen handelt die durch Unfall oder Schock entstanden sind.
Zurück zum Thema. Die Wissenschaft und Medizin geht nun davon aus und ich bitte zu entschuldigen das ich es in vereinfachter Form versuche da zu stellen, dass man auf diese für uns erkennbaren Symptome eingeht und versucht diese zu dämpfen z.B. mit Medikamenten oder auf unterschiedlichste Weise zu therapieren. Unbestreitbar gibt es eine hohe Erfolgsquote, leider eine auch ebensolche Rückfallquote. Oder statt der behandelten Störung tauchte eine ganz andere auf.
Die Wissenschaft ist Heute so weit das es ein besonderes Verständnis dafür gibt, dass man feststellte das die Menschen bei der Programmierung den emotionalen Aspekt immer mehr vernachlässigen, vernachlässigt haben oder nicht in einem richtigen Umfang darauf eingingen oder eingehen konnten.
Heißt, das grundsätzliche Problem ist doch schon erkannt worden. Wir als Menschen lehren Wissen allerdings keine Emotionalität. Es wird vorausgesetzt das wir uns das selber aneignen oder die Familie es uns vermitteln wird oder die Schule wird sich darum kümmern. Freunde mit denen man reden kann werden es einem erklären oder eben Bücher und Zeitschriften für Kinder und Jugendliche, vor allem gibt es aber noch das Fernsehen das das schon erledigen wird.
Wenn es so wäre wäre der Großteil aller Menschen in unserem Land und allen anderen Ländern gesund. Ärzte, Psychologen und dutzenden von anderen Berufen hätten weit weniger bzw. nichts mehr zu tun, die Krankenkassenbeiträge würden in den Keller fallen und der Staat könnte gemütlich die Finanzlöcher stopfen und die Steuern senken.
Wenn sich der Geist des Menschen gegenüber dem Wissen und deren Aufnahme so viel weiterentwickelt hat, hat er sich auch in anderen Bereichen weiterentwickelt. Damals vor hundert Jahren waren Essen und Kleidung das wichtigste zum überleben. Sicher, Heute auch noch, aber wir haben einen sozialen Status, den wir schaffen müssen um unsere Grundbedürfnisse zu stillen und vieles mehr. Der Mensch ist nicht mehr der selbe wie vor hundert Jahren. Wenn wir uns also auch im emotionalen Bereich weiterentwickelt haben, dann sei die Frage erlaubt, woran es sichtbar geworden ist außer an den negativen Ergebnissen in Form von Krankheit und Störungen? Ebenso, welche Gedanken müssen wir uns in diesem Bereich für die Zukunft machen und wie weit wird sich das alles verschlimmern?
Die Wissenschaft, ebenso wie der Mensch im allgemeinen muss mit einem Umdenken beginnen und sich der Emotionalität in all seinen Facetten zuwenden, wenn er sich selbst und seine Nachkommen gesund erhalten will.
Nun zu der verwendeten Überschrift.
Doch, der Mensch funktioniert ähnlich wie ein Computer mit seiner Programmierung allerdings nicht mit Einsen und Nullen. Er verarbeitet als Mensch anders, nimmt anders Wissen auf, er sortiert es anders ein, er archiviert es anders, er lernt anders, er ruft es anders ab.
Alles was ein Mensch aufnimmt, wird in Bilder umgewandelt und mit Emotionen verbunden. Kommt ein Baby auf die Welt und lernt sehen bedeuten eben diesem Baby Worte überhaupt nichts.
Es sieht Bilder seiner Mutter, seiner Umgebung, isst, trinkt, fühlt, riecht, tastet, schmeckt etc. All das was es aufnimmt ist mit Gefühlen verbunden, den Empfindungen die es hat, diese beginnt es nun ein zu sortieren, speichert es und gleicht es immer wieder mit allem Neuen ab was hin zu kommt. Erst viel später wird es mit Worte die es lernt in Verbindung gebracht und soweit ist die Entwicklung normal. Dieser Mensch funktioniert innerhalb seiner Programmierung wie er soll.
Irgendwann kommen dann Erlebnisse die ein Kind auf emotionaler Basis nicht mehr versteht, wie Streit der Eltern, Trennung derselben, Tot von Angehörigen, oder Grundemotionen die es noch nicht verstehen oder erklären kann, wie Liebe, verliebt sein, Schmerz, Trauer, Verlust und alle anderen.
Jedes normale Kind wird nun Fragen stellen und bekommt in unserer Zeit immer häufiger Floskeln als Antwort:
Das war schon immer so.
Das vergeht.
Frag nicht, das verstehst du noch nicht.
Wenn Du groß bist wirst Du es verstehen.
So ist das Leben.
Diese Liste könnte man unendlich fortführen und stimmt ja auch so haben wir es schon von unseren Eltern gelernt. Was also vor hundert Jahren funktioniert hat, wird doch Heute auch noch funktionieren.
Falsch, denn der Mensch hat sich in allen Bereichen weiterentwickelt und er braucht diese Informationen zu diesen Themen „Lebensnotwendig“ um seine Programmierung zu erhalten und somit körperlich und geistig gesund zu bleiben.
Fehler diese Informationen bilden sich Lücken in der Programmierung. Wenn diese Lücken sich dann häufen kommt es irgendwann unausweichlich zu Programmfehlern die sich auf die unterschiedlichste Weise zeigen können und es auch tun. Diese Programmfehler nennen wir Heute,
„Psychische Störungen“ oder „Psychosomatische Erkrankungen“.
Es wäre ja nun einfach den Menschen zu erklären was sie wissen wollen wollen um diese Störungen zu beseitigen und eben das wird auch versucht, vielleicht nicht aus den hier beschriebenen Gründen oder mit ähnlichen Rückschlüssen und auch nicht mit den möglichen Ergebnissen, aber es wird versucht.
Denn hier wird wieder etwas übersehen. Sobald der Mensch in seiner Richtung von der Programmierung her nicht mehr so funktioniert wie er sollte, beginnt ein anderen Programm zu arbeiten. Das Selbstschutzprogramm! Dieses beginnt dann ein zu greifen wenn der eigentliche Mensch die Vermutung hat das das Fehler der Informationen für ihn zu schädlich wird und schaft in vereinfachter Form von sich selbst eine Kopie, die relativ gut mit diesen Fehlern umgehen kann und lässt sich diese Kopie weiterentwickeln bis zu dem Zeitpunkt bis die Fehler behoben werden können.
Diese Kopie erhält nun aber viel Zeit um sich selber als Lebewesen wahr zu nehmen und möchte seine eigene Existenz auch behalten. Egal welcher Psychiater, Psychologe oder Therapeut kann dieses aus dieses Perspektive bestätigen denn der Mensch mit einer Störung wird sich auf seine Weise immer auch gegen die Heilung wehren so sehr er sie auch wünscht.
So kann man sagen das der Mensch nicht wirklich krank ist, sondern seine Entwicklung ( Programmierung ) zu einem gewissen Zeitpunkt gestört wurde. Ein weiteres Problem besteht in den Zusatzstörungen bei der Kopie. Die Kopie die das Leben fortführt hat wenig Interesse daran fehlende Informationen zu erhalten, weil sie um ihre Existenz bangt, statt dessen wird sie immer versuchen alle Probleme, Sorgen und Ängste zu verdrängen, aus zu blenden, zu vergessen.
Dabei wird aber nicht nur der ausschlaggebende Punkt selbst ausgeblendet, sondern der Zeitrahmen
mit, der zu diesem Ereignis geführt hat, damit allerdings auch auch alle positiven Erinnerungen und Erfahrungen die dieser Mensch in diesem Zeitrahmen gesammelt hatte. Die Konsequenzen für den einzelnen Menschen in seiner Entwicklung haben dadurch für ihn selbst immer negative Folgen.
Psychiater, Psychologen und Therapeuten, könnten dies als Ansatz nehmen um auf die Menschen mit Störungen egal welcher Art ein zu gehen und Wege zu finden, wie sich Menschen helfen lassen würden. Ich für meinen Teil habe ihn über den Weg der Mnemologie der „Emotionalen Erinnerungen“ gefunden.